Personal effizient und stressfrei einsetzen

Personal ist der größte Kostenfaktor in den meisten Arztpraxen. Meist liegen sie um die 30 Prozent des Jahresumsatzes. Daher verwundert es nicht, dass Personalplanung und natürlich auch die Führung der MitarbeiterInnen wichtige Mittel sind, um die Praxis effizienter zu machen und unnötige hohe Kosten zu vermeiden. Das Schaffen und Fördern von guter Stimmung und einem konzentriertem, positiven Arbeitsumfeld verhindert, dass es Probleme an Schnittstellen gibt, wie zum Beispiel der Übergabe zwischen Teilzeitstellen oder vor freien Tagen von einzelnen MitarbeiterInnen. Jeglicher Zeitverlust an diesen Stellen stiehlt die zeit genau da, wo sie benötigt wird und bares Geld bringt, nämlich am Patienten. Und zwar auf zweifache Art: Zum einen führen gestresste MitarbeiterInnen zu Unzufriedenheit beim Patienten und damit möglicherweise heutzutage zu schlechten Bewertungen in den sozialen Medien und zum anderen lassen sich am Ende des Tages weniger Fälle behandeln als theoretisch möglich wäre, d.h. die Ärztin oder der Arzt ist nicht so ausgelastet  mit bezahlter Arbeit wie er sein könnte, weil im Umfeld Energie und Zeit verschwendet wird um Konflikte und Unklarheiten zu lösen.

Probleme in der Organisation kosten also Weiterempfehlungen, entspannte und konzentrierte Arbeitsatmosphäre und Geld.

Diese Probleme auf irgendeine Art und Weise anzugehen ist tatsächlich Chefsache, was aber nicht heißt, dass er es selbst tun muss. Möglicherweise fehlt dafür auch einfach Zeit, Expertise und das richtige Rollenverständnis. Externe Coaches können hier häufig mit kleinen, kostengünstigen Interventionen helfen und für ein Praxisteam den Unterschied machen zwischen unorganisierter Geschäftigkeit und echtem Ziehen an einem Strang. Nur so lässt sich letztendlich auch feststellen, ob und in welchen Ausmaß MitarbeiterInnen Arbeit auf andere KollegInnen abwälzen und aus welchen Gründen. MitarbeiterInnen, die sich gut verstehen, aber jederzeit das Wohl der Praxis im Blick haben und anstehende Arbeit sehen, ohne sie automatisch weiterzureichen tragen viel zur eigenen Stressvermeidung bei, aber auch zu der von allen PatientInnen und ÄrztInnen und somit zu mehr Effizienz und Ökonomie.