Stress im Team? Puh, könnte besser laufen!

Mit anderen Menschen eng zusammen zu arbeiten kann nicht nur unheimlich viel Spaß machen und zu kreativen Höchstleistungen beflügeln, sondern oftmals prallen sowohl verschiedene Einstellungen gegenüber der Arbeit an sich als auch unterschiedliche Prioritäten aufeinander. Das kann ganz direkt zu Spannungen bei der Arbeit führen, die sich nicht immer von allein wieder lösen und im schlimmsten Fall zu (innerer) Kündigung oder unproduktivem Verhalten führen. Genauso, wie sich Stress bei der Arbeit ins Privatleben fortsetzt und die meisten Menschen nicht pünktlich zum Feierabend aufhören über die Arbeit nachzudenken, genauso beeinflussen stressige Phasen im Privaten auch das Arbeitsleben, häufig ohne dass Vorgesetzte und Kollegen den Grund für das geänderte Verhalten mitbekommen. Problematisch ist, dass sich daraus ein Teufelskreis von Gereiztheit und Empfindlichkeiten entwickelt kann, der von außen betrachtet gar keinen zwingenden Auslöser besitzt.

Führungskräfte müssen nicht nur fachlich geschult sein, sondern profitieren genauso wie das ganze Unternehmen außerordentlich davon, wenn sie diese Befindlichkeiten innerhalb des Teams aufspüren und zeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Das muss nicht immer bedeuten, dass diese “Arbeit am Team” auch von der Führungskraft selbst durchgeführt werden muss. Auch diese Dinge kann man delegieren, wenn man geeignete Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter hat, die entsprechend geschult und aufmerksam sind, die eine entsprechend kommunizierte Position in der Praxis haben und von den anderen Mitarbeitern akzeptiert werden. Solche Strukturen zu schaffen, möglicherweise mit Hilfe eines Coaches von außen, bevor erste Konflikte auftreten hilft ungemein, die Stimmung hoch und produktiv zu halten. Zur Etablierung der neuen Struktur, zum Einüben der geforderten Mechanismen und zum Hervorheben der Wichtigkeit bietet es sich an, eine kurze Schulung mit allen Beteiligten anzubieten in der Neuerungen und die erhofften Veränderungen besprochen werden.